Die Geschichte des Bistums und der Stadt Verden

Die folgende Tabelle soll einen kurzen Überblick über die Geschichte des Bistums Verden liefern, und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

 

782 Karl der Große lässt angeblich 4500 Sachsen in Verden enthaupten.
799 Wahrscheinliche Gründung des Bistums Verden. Die Historiker gehen davon aus, dass bei der Zusammenkunft Karl des Großen und Papst Leo III. in Paderborn die Bistümer Bremen, Minden, Münster, Osnabrück, Paderborn und Verden gegründet. Leider gibt es, wie bei allen sächsischen Bistümern, hierüber keine Urkunden.
831 Grenzziehung für die Bistümer Hamburg, Bremen und Verden durch die Bischöfe Ansgar und Heligand.
849 Erste urkundliche Erwähnung des Verdener Doms.
985 Durch Otto III. erhält Verden Markt- und Münzrechte, Gerichtsbarkeit und Zollrecht.
1147 Teilnahme von Thietmar II. am Wendenkreuzzug Heinrich des Löwen.
1148-53 Fälschung der Gründungsurkunde durch Bischof Hermann.
1150-80 Errichtung des romanischen Domes. Erhalten sind davon noch der Ostteil des Kreuzganges und der Turm.
1171 Teilnahme Bischofs Hugo an Barbarossas Feldzug in Italien.
1192 Erste Erwähnung Verdens als Stadt.
1195 Bau der Rotenburg durch Bischof Rudolph I.
1197-98 Bischof Rudolph I. nimmt am Kreuzzug Heinrich des IV. teil.
1199 Erste urkundliche Überlieferung als “Stadt Verden” in einem Kaiserprivileg Heinrich VI.
1210 Bischof Yso lässt die Norderstadt durch eine Stadtmauer schützen. Teile dieser Mauer und ein Wehrturm am Johanniswall sind noch erhalten. Die Parallelentwicklung der beiden Stadtteile wurde somit eingeleitet.
1268 In einer Fehde zwischen dem Erzbischof von Bremen und dem Verdener Bischof werden die Süderstadt und der Dom zerstört. Erst 1490 konnte der Wiederaufbau des Domes vollendet werden.
1290 Grundsteinlegung des heutigen Doms
1398-99 Bannung des Verdener Domkapitels durch Papst Bonifaz IX.
1405 Verden ist Reichsstadt
1490 Weihe des heutigen Verdener Doms
1629-48 Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Verden mehrmals durch fremde Truppen eingenommen. Die meisten Häuser der Norderstadt und der Süderstadt wurden damals abgebrannt oder niedergerissen.
1648 Westfälischer Friede – Schweden erhält die Bistümer Bremen und Verden zugesprochen. Das Bistum Verden wird aufgelöst.
1651 Die Süderstadt erhält für kurze Zeit ein eigenes Stadtprivileg durch die schwedische Krone.
1667 Beide Verdener Städte werden zwangsweise vereint.

 

Quellen: Clemens Burchhardt, Rudolf Becker, Urs Boeck, Manfred Raba “Bistum Verden 770 bis 1648”, Herausgeber: Gesellschaft für die Geschichte des Bistums Verden e.V., 2001
Broschüre: “Geschichte der Stadt Verden” Herausgeber: Domherrenhaus historisches Museum Verden.