Kurzer Lebenslauf Hermanns (für den eiligen Leser)

Bischof Hermann von Verden

Bischof Hermann von Verden

Hermann von Behr (ca. 1110 bis 1167) kam ursprünglich aus dem Halberstädter Sprengel. Sein älterer Bruder war Graf Hugold von Behr.
Hermann besuchte die Domschule in Halberstadt, stieg in das Halberstädter Domkapitel auf und wurde 1148 nach dem Tod Bischof Dietmars zum neuen Verdener Bischof geweiht.

Zuerst kümmerte sich Hermann ausschließlich um sein Bistum. 1157 nahm er am Polenfeldzug Kaiser Friedrich Barbarossas teil, ab 1157 trat er auch oft als Zeuge für Urkunden des Kaisers auf. 1158 zogen er und seine Truppen mit dem Kaiser nach Italien gegen Mailand.
Hermann stand völlig hinter der Politik und dem absoluten Machtanspruch des Kaisers. 1159 wurde Hermann zum kaiserlichen Legaten.
Im Winter des Jahres 1160 kehrte Hermann in sein Bistum zurück. Im März 1161 zog er erneut mit dem Kaiser nach Italien; Hermann war jetzt kaiserlicher Vikar (richterliche Tätigkeit). Im Sommer 1161 kehrte er nach Verden zurück.
Im April 1162 wurde Hermann Vorsitzender des Hofgerichts in Oberitalien. Später im Jahr wurde er zum Stellvertreter des Kaisers in Oberitalien, da Kanzler Reinald von Dassel anderweitig wichtige Aufgaben zu verrichten hatte. Im Oktober 1163 kehrte Hermann an den Kaiserhof zurück. Kaiser Friedrich beurlaubte ihn Anfang Dezember, damit er in sein Bistum zurückkehren konnte. 1164 Rückkehr nach Verden, Teilnahme am Slawenfeldzug Herzog Heinrich des Löwen. Im Herbst 1166 folgte Hermann dem Kaiser auf seinen vierten Italienzug. 1167 bekleidete er wieder das Richteramt in Oberitalien. Dann zog er mit dem Kaiser gegen Rom. Ende Juli wurde Rom eingenommen. Wetterbedingt brach Anfang August eine Seuche aus. Ein Großteil von Friedrichs Gefolge starb, unter ihnen Bischof Hermann (11.08.1167).


Seine Gebeine wurden wahrscheinlich von seinem Kaplan und Nachfolger im Bischofsamt, Hugo, nach Verden zurückgebracht und im Dom beigesetzt.


Quelle: Hermann von Verden von Otto Wurst.